Die Violia

Von Cornelia Klee

Die Viola, auch Bratsche genannt, ist die "große Schwester" der Violine, 5 Töne tiefer gestimmt. Sie unterscheidet sich von ihr in Größe, Klangfarbe und Notierung. Instrumente für Erwachsene können deutlich größer als Violinen sein, es gibt aber Bratschen in allen Größen, so dass für jeden ein passendes Instrument gefunden werden kann. Die Klangfarbe ist wärmer und dunkler als die der Geige, die Tonansprache beim Streichen leichter. Notiert wird die Bratsche im "Bratschenschlüssel", wer den Violinschlüssel schon lesen kann, lernt also etwas Neues kennen.

In früheren Zeiten wurde die Viola oftmals als "Füllstimme" im Orchester betrachtet.
Es ist für Anfänger deshalb recht bald möglich, bei barocker und klassischer Literatur im fortgeschrittenen Orchester mitzuspielen, da der Schwierigkeitsgrad dieser Stimmen nicht sehr hoch ist. Dies ist oftmals ein Argument für ältere Schüler, die neu beginnen, sich für die Bratsche zu entscheiden.
In späterer Zeit erkannte man dann die Klangschönheit dieses edlen Instrumentes und es entstand eine Menge anspruchsvoller Literatur.
Stilistisch sind wie bei den anderen Streichinstrumenten kaum Grenzen gesetzt.

Zu erwähnen ist noch, dass es durchaus möglich ist, während der instrumentalen Ausbildung von der Violine zur Viola zu wechseln. Nicht selten sind besonders großgewachsene Schüler von dem warmen Klang und der für sie entspannteren Haltung angetan.
Für die kleineren Anfänger besteht auch die Möglichkeit, eine kleine Geige mit Bratschensaiten zu bespannen, falls keine Kinderbratsche zur Verfügung steht. Der Umbau ist problemlos, der Klang mit speziellen Saiten zufriedenstellend.